Bei einer Wärmepumpe, neuen Fenstern oder einer Sanierung steht zuerst das Vorhaben fest - der passende Finanzierungsweg oft noch nicht. PlusMarie setzt deshalb beim Projekt an und bringt Finanzierung, Betriebe und digitale Abläufe zusammen.
Das Problem mit herkömmlichen Kreditvergleichen#
Herkömmliche Kreditvergleiche beginnen mit einer Zahl: Wie viel Geld wird benötigt? Für ein konkretes Vorhaben rund ums Zuhause reicht diese Frage oft nicht aus. Eine Photovoltaikanlage, eine Wärmepumpe und ein neues Bad sind unterschiedliche Projekte. Welche Finanzierung infrage kommt, hängt auch davon ab, was umgesetzt werden soll und welche Situation man mitbringt.
Den Gründern von PlusMarie fiel auf: Der Finanzierungsmarkt in Österreich ist veraltet, nicht digital genug und langsam. Ein Auto lässt sich selbstverständlich finanzieren. Bei einer Heizung oder einer Sanierung ist der Weg oft weniger klar.
PlusMarie setzt direkt beim Vorhaben an#
PlusMarie ist eine digitale Finanzierungsplattform für Renovierungen und Projekte rund ums Zuhause. Der Vergleich berücksichtigt das konkrete Vorhaben und die persönliche finanzielle Situation: Für eine Photovoltaikanlage können andere Finanzierungswege passen als für eine umfassende Sanierung. Je nach Projekt kommen dabei ein Kredit, Leasing oder eine hypothekarisch besicherte Finanzierung infrage; auch eine bestehende Finanzierung kann in die Betrachtung einfließen.
Die Abwicklung über PlusMarie erfolgt digital. Kund:innen erfassen ihre Angaben online, laden erforderliche Unterlagen hoch und sehen die eingehenden Angebote übersichtlich in ihrem persönlichen Zugang. Eine Finanzierungsanfrage bildet dabei die Grundlage für den Vergleich mehrerer Banken, sodass Kund:innen ihre Angaben und Unterlagen an einem Ort verwalten können.
PlusMarie übernimmt die Koordination im Hintergrund: Der PlusMarie Finanzcheck prüft die Angaben auf Vollständigkeit und Stimmigkeit, bevor die Anfrage an passende Finanzierungspartner weitergeht. Die Plattform unterstützt dabei, automatisch unterschiedliche Finanzierungsoptionen anzufragen und die Rückmeldungen für den Vergleich zusammenzuführen. So verbindet PlusMarie die Auswahl des passenden Finanzierungswegs mit einem digitalen Prozess bis zur Angebotsentscheidung.
So funktioniert PlusMarie#
Kund:innen können auf zwei Wegen starten: direkt über plusmarie.at oder gemeinsam mit einem Handwerksbetrieb.
Direkt über PlusMarie#
Beim direkten Modell starten Kund:innen bei plusmarie.at mit der Auswahl ihres Vorhabens und geben erste Projektdaten ein. Anschließend ergänzen sie persönliche Angaben und erforderliche Unterlagen im digitalen Zugang. Sofern notwendig, können Kund:innen ihren Handwerksbetrieb bequem über PlusMarie einladen, damit dieser nötige Unterlagen, etwa für Leasing, hinzufügt. PlusMarie prüft die Anfrage und koordiniert sie bei passenden Partnerbanken. Liegen Angebote vor, können Kund:innen diese vergleichen und selbst entscheiden, welches Angebot sie unterschreiben möchten.
Mit einem Handwerksbetrieb#
PlusMarie legt einen besonderen Fokus auf den Heimverbesserungsmarkt und bringt die Finanzierung dorthin, wo das Vorhaben geplant wird: zum Handwerksbetrieb. Über ein kostenloses Partnerprogramm können Betriebe ihren Kund:innen ermöglichen, ihre Leistungen in Raten zu bezahlen. Damit wird die Finanzierung bereits bei der Projektplanung mitgedacht und Kund:innen müssen sich nicht separat auf die Suche machen.
„Beim Autokauf ist es längst selbstverständlich, dass man direkt beim Händler über die monatliche Finanzierung sprechen kann. Warum sollte das bei einer neuen Heizung oder Photovoltaikanlage anders sein?“, meint Michael Bayer, Mitgründer von PlusMarie.
Fragen Kund:innen beim Betrieb nach einer Finanzierungsmöglichkeit, erfasst dieser das Vorhaben im PlusMarie Dashboard und lädt sie ein, ihre Anfrage zu vervollständigen. Persönliche Angaben und erforderliche Unterlagen ergänzen Kund:innen anschließend in ihrem eigenen digitalen Zugang.
Ab diesem Punkt führt PlusMarie wie beim Direktstart durch den weiteren Finanzierungsprozess. Der Betrieb kann den Bearbeitungsstatus im Dashboard verfolgen und bietet so einen zusätzlichen Service, ohne eigene Kreditprozesse aufbauen oder Bankangebote selbst vergleichen zu müssen. Die Angebote vergleichen Kund:innen selbst und schließen den Vertrag direkt mit der Bank ab, für deren Angebot sie sich entscheiden.
Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen verändern sich: Das neue österreichische Verbraucherkreditgesetz tritt am 20. November 2026 in Kraft und erhöht die regulatorischen Anforderungen an bestimmte Finanzierungsmodelle. Für Betriebe wird es dadurch aufwendiger, ihren Kund:innen selbst Ratenzahlungen oder andere Finanzierungshilfen anzubieten. PlusMarie hilft ihnen, Finanzierung weiterhin als zusätzlichen Service anzubieten: Die Plattform koordiniert die Anfrage bei passenden Partnerbanken, mit denen Kund:innen ihren Finanzierungsvertrag direkt abschließen.
Zwei Hintergründe, eine Richtung#
Hinter der Plattform stehen Michael Bayer und Matthias Hausberger. Michael Bayer bringt langjährige Erfahrung im Finanzbereich mit und war zuletzt vier Jahre bei Morgan Stanley in London tätig. Matthias Hausberger verbindet langjährige Erfahrung in Technologie und Automatisierung mit Produktentwicklung. Zuletzt arbeitete er vier Jahre im Product Management beim Berliner Softwareunternehmen Contentful.
Ihre Hintergründe ergänzen einander: Michael Bayer kennt die Finanzierungsseite und die Zusammenarbeit mit Banken und Betrieben. Matthias Hausberger bringt Erfahrung darin ein, digitale Produkte und Abläufe zu gestalten. Gemeinsam wollten sie Finanzwissen mit Technologie und Automatisierung verbinden - und darüber hinaus Finanzierung in Österreich schneller und transparenter machen.
Für Michael Bayer bedeutete die Gründungsidee, Finanzwissen auf konkrete Zuhause-Projekte anzuwenden. Für Matthias Hausberger bedeutete sie, technische Erfahrung und Automatisierung auf einen Prozess auszurichten, der Kund:innen bis zu einer eigenen Entscheidung begleitet. So verbindet PlusMarie nicht nur Kund:innen, Betriebe und Banken, sondern auch die zwei beruflichen Blickwinkel seiner Gründer.
Diese Verbindung prägt den Aufbau der Plattform: Aus Finanzsicht muss ein Vorhaben so beschrieben werden, dass Finanzierungspartner es prüfen können. Aus Produktsicht soll der digitale Prozess die nötigen Angaben verständlich erfassen und weiterführen. Die Gründer wollten beide Perspektiven zusammenbringen: vom konkreten Projekt über die Prüfung bis zur eigenen Entscheidung der Kund:innen.
„Ein guter Finanzierungsprozess beginnt nicht beim Formular. Er beginnt damit, zu verstehen, was jemand vorhat.“
Die gemeinsame Marktbeobachtung gab dieser Kombination eine konkrete Richtung. Aus Sicht der Gründer fühlte sich der Vergleich für viele Vorhaben rund ums Zuhause noch an, als wäre er für einen anderen Alltag gemacht. PlusMarie sollte deshalb nicht einfach eine weitere digitale Oberfläche sein, sondern das Vorhaben selbst zum Ausgangspunkt des Finanzierungsprozesses machen.
„Technologie soll im Hintergrund arbeiten. Wenn Automatisierung den Weg einfacher macht, bleibt mehr Raum für das Projekt selbst.“
Aus diesen beiden Expertisen ist PlusMarie entstanden: eine Plattform, die Finanzierungen für Zuhause-Projekte verständlicher und digital zugänglicher machen soll. Der Anspruch der Gründer bleibt dabei konkret - das geplante Projekt soll im Mittelpunkt stehen, während Technologie den Weg dorthin einfacher organisiert.
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